Die MU18 des BC Gelnhausen ist mit einer 79:85-Heimniederlage gegen den TSV Dreieichenhain in die Landesliga-Saison gestartet. Die Partie begann zunächst ausgeglichen. Nach fünf Minuten lagen die Gastgeber mit 11:12 zurück und bis zur Mitte des ersten Viertels begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Danach verlor der BCG jedoch komplett den Zugriff auf das Spiel.
In der Offensive wurden die Abschlüsse zunehmend hektisch und einfache Möglichkeiten vergeben, während in der Defensive die notwendige Konsequenz fehlte. Dreieichenhain nutzte die entstandenen Räume konsequent und konnte den Vorsprung kontinuierlich ausbauen. Auch zwei Auszeiten von Trainer Bürk brachten zunächst keine Veränderung. „Wir haben in dieser Phase einfach keinen Zugriff mehr auf das Spiel gehabt, zu viel Abstand zum Gegenspieler, zu inkonsequent in der Help-Side, zu oft haben wir uns durch ganz einfache Cuts schlagen lassen und einfache Punkte abgegeben“, so Bürk nach der Partie. Auch die Umstellung auf eine Zonenverteidigung brachte zunächst nicht die erhoffte Wende. Mit einem deutlichen 28:55-Rückstand ging es schließlich in die Halbzeitpause.
Die Pause schien bei den Gelnhäusern jedoch genau die richtige Wirkung zu haben. Mit einem 13:4-Lauf startete die MU18 in die zweite Hälfte und plötzlich war die Energie auf dem Feld, die zuvor gefehlt hatte. Die Verunsicherung war abgeschüttelt, die Defensive wurde aggressiver und auch offensiv fand das Team zunehmend bessere Lösungen. Bis zum Ende des dritten Viertels verkürzte der BCG den Rückstand auf 22 Punkte.
Auch im Schlussviertel blieben die Gastgeber auf dem Gaspedal. Besonders die aufopferungsvolle Defensivarbeit von Tivaphane Bunyoo setzte Dreieichenhain immer wieder unter Druck und führte zu wichtigen Ballgewinnen. Emil Hamann nutzte seine körperlichen Vorteile konsequent und kam zu einfachen Punkten. Filip Maros-Batinic sorgte mit seinen Drives immer wieder für Gefahr in der gegnerischen Zone, erzielte selbst wichtige Punkte und setzte seine Mitspieler gekonnt in Szene. Die Gelnhäuser Aufholjagd nahm weiter Fahrt auf und die Sensation rückte tatsächlich in greifbare Nähe. Am Ende fehlte jedoch die Zeit, um den großen Rückstand aus der ersten Hälfte noch vollständig aufzuholen.
„Wenn wir mit dem Momentum der zweiten Hälfte noch zwei oder drei Minuten mehr gehabt hätten, wären wir wohl als Sieger vom Platz gegangen. Es hilft aber nicht – wir werden, wie es sich für ein Jugendteam gehört, hoffentlich Lehren daraus ziehen können. Wir haben insgesamt unsere Idee vom Basketball heute noch nicht aufs Parkett gebracht, können aber mit der Energieleistung der zweiten Hälfte zuversichtlich nach vorne schauen“, lautet das Fazit von Trainer Bürk.
Hamann 24 / Bahlke 13 / Maros-Batinic 13 / Kübart 11 / Zhang 6 / Bunyoo 5 / Peric 5 / Kniege 2 / Gebauer / Stolzenberger




















