Basketball Club Gelnhausen zieht Bilanz
Auf ein „gutes, aber anstrengendes Jahr“ blickte der Basketball Club Gelnhausen (BCG) bei seiner Jahreshauptversammlung am 22. April 2026 in der Herzbachhalle zurück. Mehr als 30 Mitglieder waren der Einladung gefolgt, die laut dem 1. Vorsitzenden Rudolf Düring ordnungsgemäß erfolgt war.
Dieser eröffnete die Sitzung mit einem umfassenden Bericht des vergangenen Jahres. Im Mittelpunkt stand dabei die Entwicklung des Vereins, der weiterhin wächst, zugleich aber vor organisatorischen Herausforderungen steht.
Der BCG ist eine feste Größe in der Region und konnte seit 2014 die Mitgliederzahl von 250 auf aktuell 494 Personen fast verdoppeln und bietet einer Vielzahl von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ein sportliches Zuhause.
Im Jugendbereich präsentierte Jugendwart Benni Anzinger eine neue Jugendkonzeption, die langfristig die Entwicklung der Spieler in den Mittelpunkt stellt. Großes Interesse verzeichneten erneut das Jugendturnier sowie das Sommercamp 2025 mit rund 50 Teilnehmern. Besonders erfreulich sei die positive Entwicklung im weiblichen Bereich, dessen Teams zunehmend erfolgreich auf höheren Ebenen spielen.
Trainerwart Sven Blendin zeigte sich mit den sportlichen Ergebnissen der letzten Saison insgesamt zufrieden, verwies jedoch auf zunehmende Engpässe bei Hallenzeiten aufgrund steigender Mitgliederzahlen.
Kassenwart Jochen Scheffler berichtete, dass der Verein finanziell auf soliden Füßen steht und das Jahr 2025 mit einer „roten Null“ abschließen konnte – trotz Investitionen, wie z. B. der 8.000 Euro teuren Renovierung der Umkleidekabinen in der Herzbachhalle. Die Kassenprüfer bestätigten eine ordnungsgemäße Führung der Finanzen, woraufhin der Vorstand einstimmig entlastet wurde. Auch der Haushaltsvorschlag für 2026 fand die Zustimmung der Versammlung.
Positiv hob Schiedsrichterwart Christian Schmidt die Entwicklung im Schiedsrichterbereich hervor. Er zeigte sich stolz darauf, dass der BCG die meisten Referees in der Region stellt und berichtete von einer starken Entwicklung besonders junger Unparteiischer, die von ihm eng betreut und gecoacht werden. Dieses Konzept habe sich bewährt. Zudem wurden die Vergütungen für Schiedsrichter erhöht, um zusätzliche Anreize zu schaffen.
Besonders geehrt wurde Jungschiedsrichter Jado Shawaf, der mit 32 Einsätzen vereinsweit die meisten Spiele leitete.
Trotz der positiven Zahlen und Entwicklung schlug Rudolf Düring auch kritische Töne an, er bemängelte eine „Vollkaskomentalität“: Viele Mitglieder würden den Spielbetrieb als selbstverständlich ansehen, ohne sich selbst einzubringen. „Die Arbeit muss auf mehr Schultern verteilt werden“, appellierte der Vorsitzende Rudolf Düring mehrfach. Ohne ausreichendes Engagement könnten künftig sogar Teams vom Spielbetrieb ausgeschlossen werden. Hierbei geht es nicht nur um fehlenden Trainer und Schiedsrichter, sondern um ein Verantwortungsgefühl aller Mitglieder auf unterschiedlichsten Ebenen. Als konkrete Beispiele nannte er abgesagte Jugendspiele aufgrund fehlender Fahrdienste der Eltern sowie mangelnde Sauberkeit in den Hallen.
Der Appell des Vorstands blieb am Ende des Abends deutlich: Der Verein leistet hervorragende Arbeit, doch damit der „Spaßfaktor“ erhalten bleibt, muss jeder Einzelne sein Engagement erhöhen.

Der 1. Vorsitzende Rudolf Düring ehrt den Schiedsrichter Jado Shawaf für seinen außergewöhnlichen Einsatz in der abgelaufenen Saison 2025/26.






















